Buchtipp: „Wie viel ist genug?“

Das Buch „Wie viel ist genug?“ von Edwart und Robert Skidelsky behandelt die Frage nach dem Genug aus Sicht von Ökonomie und Philosophie.

Wie viel ist genug BuchcoverVor knapp 100 Jahren hat Keynes prophezeit, dass wir heutzutage nur noch 15 Stunden pro Woche arbeiten werden, um alle Notwendigkeiten und Annehmlichkeiten unseres Bedarfs zu produzieren und uns ansonsten dem guten, schönen Leben widmen können und werden. Davon scheinen wir weit entfernt zu sein – warum? Skidelsky & Skidelsky gehen der Frage nach und zeigen auf, wie die Wachstumsidee sich in Wirtschaft und Politik als Selbstzweck etabliert und damit verselbstständigt hat.

Der ökologische Aspekt ist dabei durchaus immanent, wird aber von den Autoren eher distanziert gesehen. Sie stehen der Umweltbewegung eher skeptisch gegenüber. So erwähnt Skidelsky im Gespräch nach einem Vortrag, dass die Nachhaltigkeitsfrage keineswegs so klar sei und dass technologische Neuentdeckungen die Probleme ja eventuell regeln könnten. Die Nachhaltigkeitsargumentation bleibt damit hinter den philosophischen und ökonomischen Ausführungen zurück, den Fachgebieten der Autoren.

Irritierend vor allem der Schluss des Buches, nach fast 300 Seiten wissenschaftlicher Analyse heißt es dort, dass es wohl auch religiöser Impulse bedarf, um eine Veränderung anzuführen.

Buch & Verlag.

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