Arbeitsglück?

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Website zum „Arbeitsglück“

Die Internetseite mit dem schönen Namen whattheheckisarbejdsglaede stellt das Konzept des „Arbeitsglücks“ vor. Das spezifische Wort dafür gibt es offenbar nur im Skandinavischen und es beschreibt die Zufriedenheit im Job – was zu einer besonders motivierten und produktiven Arbeitsweise führt. Entsprechend wurde Arbeitsglück auch von der Wirtschaft entdeckt und große Firmen wie Google setzen auf das Konzept.

Leider verschweigt die Website, dass das Arbeitsglück wohl etwas komplexer ist. Denn zur Zufriedenheit im Job gehört in der Regel auch die Zufriedenheit über den Job. Er muss also sinnvoll sein, Mitgestaltung ermöglichen, ausreichend Freizeit bieten und fair bezahlt sein. Daraus könnte sich auch der skandinavische Ursprung des Wortes erklären, da dort im nordischen Wohlfahrtsstaatsmodell für gute Arbeitsbedingungen und Sozialleistungen garantiert wurde.

Die Übertragbarkeit in die heutige globalisierte Wirtschaft ist vielleicht etwas schwieriger:
Den Näherinnen in den Textilfabriken in Bangladesh dürfte das Konzept ebenso fremd sein wie den Versandlagerarbeitern von Amazon in Deutschland. (Auch wenn das Beispiel der Klofrau auf der Website uns das Gegenteil vermitteln will…probieren Sie es doch mal selber aus wie egal der Job ist.)
Den Mitarbeitern von Google könnte Arbeitsglück widerum auch zur Falle werden, denn der Konzern wacht darüber, dass die Angebote zum Verbringen von Freizeit im Unternehmen (Sport- und Wellnesseinrichtungen) genutzt werden, sowie die Bildung von Freundschaften zu KollegInnen erfolgt. Damit wird der Mitarbeiter noch enger ans Unternehmen gebunden und noch produktiver – und darum geht am Ende der Geschichte.

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Arbeitsglück – Egal welcher Job?

Man möge sich auf diesem Blog die Einträge zu Muße, Natur, etc. angucken um zu erkunden, warum das moderne Arbeitsglück kaum authentisches, nachhaltiges Glück generieren wird…

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